Die venezolanische Regierung hat den Geschäftsmann Alex Saab, einen engen Vertrauten des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro, an die USA ausgeliefert.

Hintergrund der Auslieferung

Alex Saab wurde im Februar in Caracas im Rahmen einer gemeinsamen Operation von US- und venezolanischen Behörden festgenommen. Der kolumbianische Geschäftsmann war zuvor bereits 2020 auf den Kapverdischen Inseln verhaftet worden, als sein Privatjet auf dem Weg in den Iran betankt werden musste. Ein Jahr später wurde er in die USA ausgeliefert, wo er wegen Geldwäsche in Millionenhöhe untersucht wurde.

2023 hatte die US-Regierung Saab im Austausch gegen mehrere in Venezuela inhaftierte Amerikaner freigelassen. Seine erneute Festnahme und Auslieferung markieren eine neue Ebene der Zusammenarbeit zwischen den USA und Venezuela unter der amtierenden Präsidentin Delcy Rodríguez.

Bedeutung für den Fall Maduro

Die Auslieferung von Alex Saab könnte für die US-Behörden von entscheidender Bedeutung sein. Er gilt als Schlüsselfigur im Umfeld von Nicolás Maduro und könnte belastende Informationen über illegale Geschäfte des ehemaligen Präsidenten und anderer hochrangiger venezolanischer Beamter liefern.