Die USA haben Kuba humanitäre Hilfe in Höhe von 100 Millionen Dollar angeboten, während sie die kubanische Regierung für die anhaltende Versorgungskrise verantwortlich machen.
US-Außenminister Marco Rubio kündigte die Hilfe in Höhe von rund 86 Millionen Euro am kubanischen Unabhängigkeitstag an. Die Mittel sollen direkt der kubanischen Bevölkerung zugutekommen, wobei Rubio forderte, die Verteilung über die katholische Kirche oder andere vertrauenswürdige Hilfsorganisationen abzuwickeln.
In einer scharfen Rede beschuldigte Rubio die kubanische Führung, Milliarden von Dollar veruntreut zu haben. "Die kubanischen Führer haben sich auf Kosten des Volkes bereichert", sagte Rubio und nannte die Regierung "gierig und korrupt".
Die kubanische Botschaft in den USA wies die Vorwürfe umgehend zurück. In einer Stellungnahme bezeichnete sie Rubios Aussagen als "wiederholte und rücksichtslose Lügen", die eine "grausame Aggression gegen das kubanische Volk" rechtfertigen sollen.
Hintergrund der Spannungen ist die seit 1959 andauernde Herrschaft der Kommunistischen Partei in Kuba. Die USA haben das Land seit Jahrzehnten mit einem Embargo belegt, das zuletzt durch die Androhung von Sanktionen gegen Brennstofflieferanten verschärft wurde.
