Havanna, 07 Juli 2026

Rodríguez Castro, Enkel des früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro und Sicherheitschef der kubanischen Führung, hat in exklusiven Interviews mit USA Today seine Bereitschaft erklärt, mit US-Präsident Donald Trump über die Zukunft Kubas zu verhandeln.

Der 42-jährige Rodríguez Castro, der offiziell kein staatliches Amt bekleidet und selten in kubanischen Staatsmedien auftritt, formulierte seine Position in einer Reihe von Interviews mit der US-Zeitung USA Today. Er sagte, er könne mit jeder Person verhandeln, die die US-Regierung benenne, würde aber ein direktes Gespräch mit Trump bevorzugen. „Wenn sich die Gelegenheit ergibt, würde ich das gerne direkt mit Trump besprechen", wird er zitiert.

Hintergrund der Krise

Hintergrund der Annäherungsversuche ist nach Angaben von Rodríguez Castro die wirtschaftlich und humanitär angespannte Lage Kubas. Das Land leide unter einer schweren Wirtschaftskrise und einer humanitären Notlage, hinzu komme eine Ölblockade durch die Regierung Trump. Es bestehe keine Zeit zu verlieren, sagte er und warnte zugleich: „Man wolle vermeiden, das nächste Venezuela zu werden".