Nach dem Fund von 13 toten Schafen in einem Almgebiet in Obertilliach im Bezirk Lienz hat die schwarz-rote Tiroler Landesregierung am Donnerstag eine Abschussverordnung für einen sogenannten Schadwolf erlassen.

Die Abschussverordnung tritt mit der Kundmachung am Donnerstag in Kraft und gilt bis zum Ablauf des 2. September 2026. Wie das Land Tirol mitteilte, wurde die betroffene Jägerschaft bereits informiert. Damit soll nach Angaben der Behörden ein konkretes Tier entnommen werden, das für zahlreiche Risse in der Region verantwortlich gemacht wird.

Chronologie der Vorfälle

Auslöser waren Vorfälle vom 20. und 24. Juni 2026. Ende Juni waren in einem Almgebiet im Gemeindegebiet von Obertilliach insgesamt zehn tote Schafe gefunden worden. Im Zuge der Begutachtungen wurden vom zuständigen Amtstierarzt Proben zur DNA-Analyse entnommen.

Zur zweiten Begutachtung kam es dann am 24. Juni. Dabei erhöhte sich die Zahl der toten Schafe dann von drei auf zehn, jene der vermissten Tiere von 15 auf über 40. Bei einer abschließenden Bilanz nach zwei Rissbegutachtungen bestätigte der Amtstierarzt schließlich den Fund von insgesamt 13 verendeten Schafen.

DNA-Analyse bestätigt Wolf als Verursacher

Aufgrund des Rissbildes bestand der Verdacht auf die Beteiligung eines Wolfes als Verursacher. Dies wurde nun durch eine DNA-Analyse bestätigt. Die Ergebnisse der genetischen Untersuchungen von drei toten Schafen, die bereits am 20. Juni gefunden worden waren, ergaben einen Wolf als Verursacher.