Der Freistaat Sachsen hat am 1. Juli in Dresden ein Sekundärmigrationszentrum mit 400 Plätzen in Betrieb genommen, um die seit Mitte Juni geltenden Regeln des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) zügig umzusetzen.
Die Einrichtung am Standort des bisherigen Landesausreisezentrums richtet sich an Menschen, für deren Asylverfahren ein anderes EU-Mitglied zuständig ist oder die bereits als Schutzberechtigte in einem anderen Mitgliedstaat anerkannt wurden. Wie die Landesdirektion Sachsen mitteilte, stehen Aufenthaltsräume, Gemeinschaftsräume für Sprach- und Schulunterricht, Kinderbetreuung sowie Spiel- und Sportflächen zur Verfügung. Untergebracht werden können sowohl Einzelpersonen als auch Familien.
Landesinnenminister Armin Schuster (CDU) sagte in Dresden, Sachsen wolle das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem schnellstmöglich umsetzen. „Der erste Schritt der Migrationswende ist durch die Grenzkontrollen und eine drastische Eindämmung der irregulären Migration erfolgreich gelungen“, erklärte Schuster. Das Zentrum sei „sofort in Funktion“ genommen worden, um möglichst rasch eine spürbare Entlastung zu erreichen. Mit einem zweiten Schritt solle die Rückführung ausreisepflichtiger, abgelehnter Asylbewerber „noch einmal deutlich intensiver“ vorgenommen werden.
