Wien, 25 Juni 2026
Der Pilnacek-Untersuchungsausschuss hat am Mittwoch seine letzte Befragung vor der Sommerpause abgehalten und dabei unter anderem einen Wiener Gerichtsmediziner als Zeugen gehört, der ein privates Gutachten für den Autor Peter Pilz erstellt hatte.
Im Zentrum der Sitzung stand der Forensiker Christian Matzenauer, der im Auftrag der Staatsanwaltschaft Krems tätig war. In seinem Gutachten, das er für Peter Pilz angefertigt hatte, „konnte in seinem Gutachten keine Anhaltspunkte für die Begehung einer Straftat anführen“. Matzenauer war für Donnerstag als Zeuge vorgesehen und sollte dem Ausschuss Fragen zu seinem privaten Gutachten beantworten.
Hintergrund: Die Causa Pilnacek
Hintergrund der Befragung ist die sogenannte Causa Pilnacek, in der Vorwürfe einer möglichen politischen Einflussnahme auf Ermittlungen geprüft werden. Für die Freiheitlichen, die in dem Ausschuss vertreten sind, geht es dabei um eine zentrale Frage: „Konkret wollen die Freiheitlichen wissen, ob diese die Ermittlungsarbeit beeinflusst haben“ – gemeint sind die früheren und aktuellen Innenminister Wolfgang Sobotka und Gerhard Karner, die beide der ÖVP angehören.
