Hannover, 03 Juli 2026

Die niedersächsische Vize-Regierungschefin und VW-Aufsichtsrätin Julia Willie Hamburg hat sich in der Debatte um mögliche Werksschließungen beim Volkswagen-Konzern gegen Schließungen als Zukunftsstrategie ausgesprochen.

Die Grünen-Politikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Werksschließungen sind keine Zukunftsstrategie." Mit Blick auf Berichte, wonach der VW-Konzern seinen Sparkurs deutlich verschärfen will, betonte sie, die Transformation müsse den Konzern nachhaltig wettbewerbsfähiger machen. "Aber die Transformation muss den Konzern nachhaltig wettbewerbsfähiger machen und an seine Stärken anknüpfen – nicht seine industrielle Substanz schwächen."

Hamburg sieht den eigentlichen Hebel zur Kostensenkung an anderer Stelle. "Da liegt doch der eigentliche Hebel, auch wirklich Kosten zu senken." Aufgrund seiner Konzernstruktur verfüge VW über erhebliche Potenziale, Prozesse zu vereinfachen, Doppelstrukturen abzubauen und die Zusammenarbeit zwischen den Marken zu verbessern. Die Landesregierung in Niedersachsen, die 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern hält, stützt nach eigenen Angaben die Beschäftigten in dieser Phase.