Berlin, 29 Juni 2026
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat die Konzernspitze von Volkswagen angesichts von Medienberichten über mögliche massive Stellenkürzungen und Werkschließungen kritisiert und zugleich Forderungen an das Unternehmen formuliert.
Lies äußerte sich im ZDF-Magazin „Berlin direkt“ zu den Berichten, wonach der Volkswagen-Konzern weltweit bis zu 100.000 Stellen abbauen und bis zu vier deutsche Werke schließen könnte. Er kritisierte den Umgang mit vertraulichen Aufsichtsratsinterna und sagte: „Es ist ein bisschen ärgerlich, dass das, was eigentlich intern in einem Aufsichtsrat diskutiert gehört, jetzt Teil der öffentlichen Debatte ist. Das ist erstmal eine Unart, finde ich.“
Der SPD-Politiker, der Mitglied im VW-Aufsichtsrat ist, warnte zugleich vor einfachen Lösungen. Man dürfe nicht „nach Lösungen suchen, indem man die vermeintlich ‚einfachen Maßnahmen‘ ergreift, nämlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlassen oder Standorte zu schließen“. Volkswagen müsse vielmehr „wettbewerbsfähig und technologisch führend sein, und wir müssen auch Märkte wieder sichern und erobern können“.
