Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am 11. Juni 2026 im Bundestag eine Regierungserklärung abgehalten, in der er um Unterstützung für ein umfangreiches Reformpaket warb und zugleich die Unterstützung der Ukraine bekräftigte.

Die Rede war ursprünglich auf den bevorstehenden EU-Gipfel in Brüssel ausgerichtet, der in der folgenden Woche unter anderem die Themen Ukraine, China und die Haushaltsplanung behandeln sollte. Einen großen Teil seiner Redezeit nutzte Merz jedoch für innenpolitische Vorhaben, darunter rund zwölf Minuten für die geplanten Reformen in der Renten-, Pflege- und Steuerpolitik.

Merz zeichnete die Lage in Deutschland in düsteren Farben. Die Wirtschaft schwäche sich weiter ab, Industriearbeitsplätze gingen täglich verloren, und Unternehmen stiegen wegen hoher Kosten und Bürokratie aus. Er verwies darauf, dass die gesetzliche Rente nach seinen Worten hoch defizitär sei und der Rentenfonds im Jahr 2026 etwa 120 Milliarden Euro aus der Staatskasse benötige – fast ein Viertel des Bundeshaushalts von insgesamt 524 Milliarden Euro.