Volkswagen beendet die 2022 mit Bosch gestartete Kooperation zur Entwicklung autonomer Fahrsoftware und will die nötige Technik künftig von einem neuen Partner zukaufen, wie das Unternehmen am Sonntag bekanntgab.
Die Nachricht verbreitete sich am Wochenende über die "Bild"-Zeitung, die unter Berufung auf Insider berichtete, der Autobauer wolle die "Automated Driving Alliance" (ADA) beenden. Demnach seien rund 1,5 Milliarden Euro in das Gemeinschaftsprojekt geflossen, intern werde die Technik jedoch als nicht wettbewerbsfähig eingestuft. Die Kooperation war Anfang 2022 als Großprojekt gestartet worden, um im Rennen um das autonome Fahren den Rückstand auf Konkurrenten wie Tesla und Mercedes-Benz aufzuholen.
Mehr als 1000 Fachleute beider Unternehmen sollten eine gemeinsame Software-Plattform für Fahrerassistenzsysteme erarbeiten, um diese später auch anderen Herstellern anzubieten. Ursprünglich hatten Bosch und die VW-Softwaretochter Cariad geplant, das neue System bis Mitte 2026 vorzustellen. Doch nach Darstellung von Cariad hätten sich Markt und Technologie anders entwickelt als zu Beginn der Zusammenarbeit erwartet: "Insbesondere bei hoch entwickelten Assistenzsystemen hätten sich Markt und Technologie anders entwickelt als zu Beginn der Zusammenarbeit erwartet", erklärte ein Sprecher.
