Jens Spahn ist am Samstag als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückgetreten, nachdem Kritik an seiner Vaterschaft über eine Leihmutter aus den USA aufgekommen war.
Nach dem Bekanntwerden der Geburt seines Sohnes durch eine Leihmutter aus den USA war der Druck auf Jens Spahn in den vergangenen Tagen massiv gewachsen. Am Samstag teilte er Bundeskanzler Friedrich Merz mit, dass er von seinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrete.
Merz bestätigte den Schritt noch am selben Tag über die Plattform X. In einem Tweet um 13:31 Uhr erklärte er: "Jens Spahn hat mir mitgeteilt, dass er von seinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktritt. Die Entscheidung ist richtig und war unvermeidlich. Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut".
Hintergrund: Der Auslöser des Rücktritts
Die Bild-Zeitung hatte am Mittwoch über die Geburt von Spahns Sohn berichtet. Daraufhin seien laut dem Bericht am Freitag spontan Sitzungen regionaler und lokaler CDU-Gremien einberufen worden. Nach Angaben aus CDU-Kreisen habe Spahn dort kaum bis keine Unterstützung erhalten.
