Berlin, 17 Juli 2026

Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Jens Spahn geriet am Donnerstag und Freitag parteiintern und politisch unter massiven Druck, nachdem er gemeinsam mit seinem Ehemann bestätigt hatte, in den USA Eltern eines Kindes durch eine Leihmutter geworden zu sein.

Bestätigung und persönliche Einordnung

Spahn und sein Ehemann hatten den Schritt am Mittwoch der "Bild"-Zeitung bestätigt. Laut "Bunter" wurde auch das Kind des Paares in den USA geboren. Leihmutterschaften in den USA kosten nach Branchenangaben in der Regel zwischen 100.000 und 250.000 US-Dollar. Spahn sagte laut "Bild"-Auszügen aus einem Interview mit dem stellvertretenden Chefredakteur Paul Ronzheimer: "Ich stelle mich der Debatte."

Spahn warb um Verständnis für seinen langen persönlichen Abwägungsprozess. "Ich habe lange mit mir gerungen, auch was das Thema Leihmutterschaft angeht", sagte er. "Ich bin lange zerrissen gewesen." Zugleich betonte er, dass er aus seinem Privatleben keine politischen Forderungen ableite: "Jens Spahn leitet grundsätzlich aus seinem Privatleben keine politischen Forderungen ab."