Das Momentum-Institut warnt vor geschlechtsspezifischen Auswirkungen der geplanten Budgetkonsolidierung: Frauen werden von 2027 bis 2031 stärker belastet als Männer.

Laut einer Analyse des Momentum-Instituts, die der APA vorliegt, verlieren Frauen durch die geplanten Einsparungen im Doppelbudget von 2027 bis 2031 im Schnitt jährlich 1,58 Prozent ihres Nettoeinkommens. Männer sind mit einem Verlust von 1,43 Prozent etwas weniger betroffen. Das Institut spricht damit von einer messbaren geschlechtsspezifischen Schieflage der Konsolidierungspolitik.

Nicolas Prinz, Ökonom beim Momentum-Institut, erläutert die Berechnungsgrundlage: Die Einsparungen würden über eine Kombination aus höheren Verbrauchssteuern, geringeren Sozialleistungen und veränderten Lohnnebenkosten wirken. Frauen seien überdurchschnittlich häufig in Branchen und Einkommensgruppen beschäftigt, die von diesen Maßnahmen stärker getroffen würden.