Wien, 05 August 2026

Frauen in Österreich beziehen im Durchschnitt um 39,4 Prozent weniger Pension als Männer, wie Daten der Arbeiterkammer zum heurigen Equal Pension Day am 9. August zeigen.

Die Kluft zwischen den Pensionen von Frauen und Männern bleibt in Österreich damit besonders ausgeprägt. Mit 39,4 Prozent Unterschied liegt Österreich laut Arbeiterkammer europaweit hinter Malta auf Platz zwei und damit deutlich über dem EU-Schnitt.

Hintergrund: Was der Equal Pension Day bedeutet

Der Equal Pension Day markiert jenen Tag im Jahr, ab dem Frauen statistisch gesehen – gemessen an der Pensionshöhe – bereits das restliche Jahr unbezahlt arbeiten würden. Für 2026 fällt dieser Stichtag auf den 9. August.

Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer, verwies auf strukturelle Ursachen. Frauen verdienten im Erwerbsleben weniger, übernähmen deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit, arbeiteten häufiger in Teilzeit und hätten öfter unterbrochene Erwerbskarrieren. „Statt jährlicher Betroffenheit am Equal Pension Day brauche es endlich Taten in Form von existenzsichernden und alternsgerechten Arbeitsbedingungen, gesetzlichen Verbesserungen und flächendeckender Kinderbetreuung“, so Anderl.