Wien, 27 August 2026
Die Leiterin der österreichischen Generalprokuratur, Margit Wachberger, hat die von der Ampelkoalition geplante Reform der Justizspitze öffentlich kritisiert und vor einer stärkeren politischen Einflussnahme gewarnt.
Kritik an der Bestellung durch das Parlament
Am Donnerstagabend war Wachberger zu Gast in der ZiB 2 bei Armin Wolf. In dem Interview legte die Spitzenjuristin ihre grundsätzlichen Vorbehalte gegen die Reformpläne der Regierung dar. Diese sehen unter anderem vor, die bisherige Generalprokuratur in eine Generalstaatsanwaltschaft umzuwandeln und deren Leitung durch das Parlament bestellen zu lassen.
Wachberger verwies auf Befürchtungen, dass die geplante Konstruktion den Einfluss der Parteien auf die Justiz eher vergrößern als verringern könnte. Sie sprach in diesem Zusammenhang von einer "Anscheinsproblematik", die durch eine parteipolitische Auswahl ersetzt würde. Verbatim quote: "Wir haben jetzt eine Anscheinsproblematik, die durch eine parteipolitische Auswahl ersetzt würde."
