Beim Treffen mit dem deutschen Innenminister Alexander Dobrindt in Berlin hat Österreichs Innenminister Gerhard Karner bekräftigt, dass die Verhandlungen über Rückkehrzentren für abgelehnte Asylwerber bis Jahresende abgeschlossen sein sollen.
Karner reist dafür am Donnerstag zum informellen Treffen der EU-Innenminister nach Dublin. Bei den Gesprächen mit der deutschen Seite sei man nach Darstellung beider Minister auf gutem Weg, die Details der geplanten Einrichtungen noch 2026 unter Dach und Fach zu bringen. Abschiebungen in diese Zentren sollen demnach im folgenden Jahr starten.
Hintergrund der Initiative ist nach Angaben Karners der Wunsch, abgelehnte Asylwerber rascher und geordneter in Drittstaaten außerhalb der EU überstellen zu können. Die sogenannte „Group of Implementers" umfasst nach seinen Angaben Österreich, Deutschland, Dänemark, die Niederlande und Griechenland. Die Gruppe führe bereits Gespräche mit potenziellen Partnerländern, die sogenannte „Return Hubs" einrichten wollen.
