Österreichs Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hat in der ORF-"Pressestunde" am Sonntag für das erste Halbjahr dieses Jahres erstmals seit Jahrzehnten eine "Minuszuwanderung" im Asylbereich gemeldet.

Laut Karner hätten 7.000 Menschen das Land verlassen, weil sie abgeschoben wurden oder weil die Behörden Druck auf sie ausgeübt hätten. Damit habe sich die Bilanz der Wanderungsbewegungen gedreht – weg von einem Zuzugsüberschuss, hin zu einem Saldo, in dem die Abwanderung überwiegt. "Erstmals seit Jahrzehnten haben wir eine Minuszuwanderung zu verzeichnen", sagte er in der ORF-"Pressestunde" am Sonntag.

Rückgang auch beim Familiennachzug

Auch beim Familiennachzug ziehe Karner eine positive Zwischenbilanz: Von 6.000 nachgezogenen Personen im ersten Halbjahr 2024 sei die Zahl auf 55 im ersten Halbjahr 2026 gesunken. Das Ressort wertet das als Beleg für eine wirksamere Steuerung der Migration.

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