Das Bundeskanzleramt hat die Einführung einer Zuckersteuer vorerst gestoppt und damit die Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil auf Eis gelegt.

Pläne aus dem Finanzministerium

Das Bundeskanzleramt hat nach Informationen mehrerer Medien die geplante Zuckersteuer vorerst gestoppt. Damit durchkreuzt die Regierungszentrale die Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, der die Abgabe auf zuckerhaltige Getränke zügig auf den Weg bringen wollte. Aus dem Bundesfinanzministerium hieß es, die Bundesregierung habe die Einführung grundsätzlich beschlossen; offen sei nur die konkrete Ausgestaltung.

Konkret sollte die Steuer laut den bisherigen Plänen ab einem Zuckergehalt von fünf Gramm je 100 Milliliter greifen, wie es in den Vorlagen des Ministeriums hieß. Damit wären vor allem gezuckerte Limonaden, Energydrinks und gesüßte Eistees in den Fokus gerückt. Die Abgabe sollte nach dem Willen des Finanzministeriums sowohl gesundheitspolitisch wirken als auch zusätzliche Einnahmen für den Bundeshaushalt generieren.