Berlin, 30 Juni 2026

Die Bundesregierung plant nach einem Bericht der "Welt" anstelle einer Sonderabgabe auf gezuckerte Getränke künftig eine Zuckersteuer, deren Einnahmen den gesetzlichen Krankenkassen zugutekommen sollen.

Hintergrund: Von der Abgabe zur Steuer

Die schwarz-rote Bundesregierung hatte zunächst vereinbart, ab 2028 eine neue Abgabe auf gezuckerte Getränke zu erheben. Nach Recherchen der "Welt" wird der entsprechende Gesetzentwurf nun jedoch nicht mehr vom Gesundheitsministerium, sondern vom Finanzministerium ausgearbeitet. Der Entwurf soll bereits Anfang kommender Woche vom Kabinett verabschiedet werden.

Geplant sind demnach Mehreinnahmen von 450 Millionen Euro pro Jahr. Diese sollten den gesetzlichen Krankenkassen als Entlastung zukommen. Während eine Sonderabgabe zweckgebunden gewesen wäre, fließt eine Verbrauchsteuer in den allgemeinen Haushalt – von dort werden bereits heute Zuschüsse an die Krankenkassen überwiesen.