Luxemburg, 02 Juli 2026
Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) in Luxemburg entscheidet am Donnerstag über einen Einspruch von Google und Alphabet gegen eine EU-Wettbewerbsstrafe in Milliardenhöhe im Zusammenhang mit dem Smartphone-Betriebssystem Android.
Worum geht es im Android-Verfahren?
Das Verfahren dreht sich um eine Rekordbuße, die die EU-Kommission 2018 gegen Google verhängt hatte. Hintergrund war der Vorwurf, der Konzern habe Herstellern von Android-Smartphones und Mobilfunkanbietern illegale Beschränkungen auferlegt, um die Marktdominanz seiner Suchmaschine zu stärken. Die EU-Kommission, die für die Einhaltung von Wettbewerbsregeln in der EU zuständig ist, sah darin einen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung.
Konkret beanstandete die Brüsseler Behörde zwei Praktiken: Zum einen mussten Hersteller, die eine Lizenz für Googles App-Store haben wollten, immer gleich ein Paket aus Google-Apps installieren, darunter den Browser Chrome und die Google-Suche. Darüber hinaus kritisierte die Kommission eine Vereinbarung, nach der Anbieter von Geräten mit Google-Diensten keine Smartphones mit alternativen, nicht von Google genehmigten Android-Versionen verkaufen durften.
