Wien/Innsbruck, 30. Juni 2026

Die österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben vor massiven Auswirkungen der zwischen 2026 und 2028 geplanten Bahnsperren in Deutschland auf den Personen- und Güterverkehr in Österreich und besonders in Tirol gewarnt.

Bei einer Pressekonferenz in der Wirtschaftskammer in Innsbruck sagte ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä am Dienstag, dass die Sanierungsarbeiten weitreichende Folgen haben werden. "Wenn Deutschland einen Schnupfen hat, Österreich eine Grippe", werde in dieser Situation deutlich. Er kritisierte: "Hier und bei anderen Strecken rächt sich jetzt, dass Deutschland seit Jahrzehnten zu wenig in die Bahninfrastruktur investiert hat."

Besonders betroffen ist nach Angaben der ÖBB die Strecke zwischen Passau und Obertraubling bei Regensburg, die bereits am 14. Juni gesperrt wurde. Während dieser Phase würden bis zu 120 Güterzüge pro Tag über Salzburg umgeleitet. Für den Fernverkehr werde ein Schienenersatzverkehr zwischen Salzburg und Kufstein/Innsbruck eingerichtet, und zusätzlich biete die ÖBB eine Verbindung von Wien nach München über Salzburg an.