Der Bundesrat korrigiert seine Haushaltsprognose für 2026 und erwartet statt des ursprünglich budgetierten Verlusts einen Überschuss von mehreren hundert Millionen Franken.
Höhere Einnahmen und tiefere Ausgaben
Die revidierten Zahlen weichen deutlich von der im Voranschlag vorgesehenen Linie ab. Statt eines negativen Saldos rechnet die Regierung per Mitte Jahr mit einem klar positiven Ergebnis, wie aus den am Mittwoch publizierten Hochrechnungen hervorgeht.
Begründet wird die Verbesserung mit zwei gegenläufigen Effekten: Mehreinnahmen vor allem bei der direkten Bundessteuer, der Mehrwertsteuer und der Verrechnungssteuer sowie tiefere Ausgaben in mehreren Departementen. Auch die Zinslast entwickelt sich günstiger als angenommen.
Gleichzeitig weist der Bundesrat darauf hin, dass die Finanzlage angesichts mehrerer grosser Beschaffungsvorhaben, insbesondere im Rüstungsbereich, weiterhin angespannt bleibe. Zusätzliche Kredite, etwa für die Armee, würden separat beantragt und unterlägen einer eigenen parlamentarischen Prüfung.
