Bis Ende Juni 2026 sind beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) fast 5.900 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung eingegangen, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Sprecherin der Behörde berichtet.
Bis Ende Juni 2026 sind beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) fast 5.900 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung eingegangen, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Sprecherin der Behörde berichtet. „Bis Ende Juni seien fast 5.900 Anträge beim zuständigen Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben eingegangen“, heißt es in dem Bericht. Das seien deutlich mehr als im gesamten vergangenen Jahr, als nahezu 3.900 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung gestellt worden waren.
Hintergrund: Das neue Wehrdienstgesetz
Der Anstieg fällt zeitlich mit dem Inkrafttreten des neuen Wehrdienstgesetzes zusammen. „Zu Jahresbeginn trat das neue Wehrdienstgesetzes in Kraft“, berichtet das RND. Kern des Gesetzes ist eine verpflichtende Musterung für junge Männer, die ab dem Jahrgang 2008 geboren sind. Gleichzeitig sieht das Gesetz ein Freiwilligen-Modell vor, mit dem die Truppenstärke der Bundeswehr erhöht werden soll.
