Wien, 03 Juni 2026

Im Ringen um eine Reform der Wehrpflicht drängt die Plattform Wehrhaftes Österreich auf eine Volksbefragung, während die schwarz-rot-pinke Koalition seit vier Monaten keinen Kompromiss zur Verlängerung des Grundwehrdienstes findet.

Die Debatte um die Zukunft des österreichischen Bundesheeres spitzt sich zu. Die Plattform Wehrhaftes Österreich kündigte am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien an, für den Fall einer weiteren Verschleppung der Wehrpflicht-Reform eine Volksbefragung zu initiieren. Plattformvorsitzender Erich Cibulka sagte, ohne rasches Handeln der Regierung drohe das geplante Inkrafttreten der Verlängerung mit 1. Jänner 2027 zu scheitern: "Cibulka bestätigte, dass das Zögern der Regierung mittlerweile dazu führe, dass die geplante Verlängerung per 1. Jänner 2027 wohl nicht passieren könne."

Zugleich verwies Erwin Hameseder, Vorsitzender der Wehrdienstkommission und Generalanwalt des Raiffeisenverbands, auf den politischen Stillstand. Hameseder forderte die Regierung auf, ihrer Verantwortung nachzuvollziehen, und erklärte: "Die Ignoranz gegenüber geopolitischen Realitäten und Entwicklungen ist nicht mehr zu akzeptieren und zu dulden." Die Kommission habe 2.700 Arbeitsstunden in ihre Vorschläge investiert, nun sei die Politik am Zug: "Nach 2.700 Arbeitsstunden in der Kommission sei die Politik gefordert zu handeln."