Laut einem am Dienstag präsentierten Bericht des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) ist die Zahl der Krankenstandstage in Österreich im Vorjahr leicht gesunken, liegt aber weiterhin über dem Niveau vor der Corona-Pandemie.

Kosten und Wirtschaftsfaktor

Wie aus den Unterlagen zum Report hervorgeht, sank die durchschnittliche Zahl der Krankenstandstage pro Beschäftigtem im Jahresvergleich um 2,7 Prozent auf 14,7 Kalendertage. Wifo-Studienautorin Christine Mayrhuber sprach bei einer Pressekonferenz zudem über die strukturellen Verschiebungen hinter den aggregierten Zahlen. Besonders hob sie den Anstieg der Atemwegserkrankungen hervor, die seit der Pandemie zugenommen hätten: "Das ist gekommen, um zu bleiben."

Die direkten Kosten krankheitsbedingter Ausfälle beliefen sich laut den letztverfügbaren Daten aus dem Jahr 2024 auf 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, bestehend aus der Entgeltfortzahlung der Betriebe (4,8 Mrd. Euro) sowie dem Krankengeld der Krankenversicherung (1,2 Mrd. Euro). Wertschöpfungsverluste, die unter vereinfachten Annahmen bis zu 8,8 Mrd. Euro bzw. 1,9 Prozent des BIP erreichen können, kommen noch hinzu.