Hannover, 11 Juni 2026
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant zusätzliche Einsparungen, um die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen stabil zu halten, während die Länder erhebliche Einwände gegen die geplanten Kürzungen insbesondere bei Kliniken erheben.
Angesichts einer unerwartet hohen Ausgabendynamik bei den gesetzlichen Krankenkassen im ersten Quartal dieses Jahres verschärft die Bundesregierung ihre Sparpläne im Gesundheitswesen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erklärte nach einer Konferenz mit ihren Länderkolleginnen und -kollegen in Hannover, dass rechnerisch rund 2,5 Milliarden Euro zusätzlich aufgebracht werden müssten, um Beitragsstabilität zu erreichen. „Rechnerisch ergibt sich eine Summe von rund 2,5 Milliarden Euro“, sagte Warken.
Hintergrund: Größere Finanzlücke als erwartet
Im ursprünglichen Kabinettsentwurf war nach Angaben der Ministerin noch ein Puffer von einer Milliarde Euro vorgesehen. Wegen der jüngsten Zahlen müsse der Spielraum nun enger gesehen werden. „Klar sei, dass der Spielraum damit insgesamt „noch etwas verengter“ sei“, so Warken. Der Entwurf solle an diesem Freitag in den Bundestag eingebracht werden; erstmals befasst sich auch der Bundesrat damit.
