Das Bundesgesundheitsministerium erwartet für das Jahr 2027 ein Defizit der gesetzlichen Krankenkassen von 18,8 Milliarden Euro und damit 3,5 Milliarden Euro mehr als bisher prognostiziert, wie aus vorläufigen Q1-2026-Zahlen hervorgeht.
Hintergrund: Revidierte Defizitprognose
Das Bundesgesundheitsministerium korrigiert seine Prognose für die gesetzlichen Krankenkassen deutlich nach oben. Grundlage sind vorläufige Zahlen für das erste Quartal 2026, die auf einen stärkeren Ausgabenanstieg hindeuten als bisher für das Gesamtjahr angenommen. Wie das Ministerium in Berlin auf Anfrage mitteilte, steigt das erwartete Defizit damit von 15,3 auf 18,8 Milliarden Euro. Zuerst berichtete "Bild" darüber.
Der Anstieg um 3,5 Milliarden Euro gefährdet den geplanten Sparpuffer. Statt eines kleinen Puffers würde eine neue Lücke von 2,5 Milliarden Euro bleiben, sollten keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden. Die schwarz-rote Koalition steht damit unter Druck, noch vor der Sommerpause ein abgestimmtes Sparpaket durch das Parlament zu bringen.
