Großflächige Waldbrände in der südwestfranzösischen Region um Bordeaux haben seit Mittwoch mehr als 220.000 Menschen, darunter viele Touristen, zur Flucht gezwungen, während eine neue Hitzewelle auf Frankreich zurollt und Einsatzkräfte aus mehreren europäischen Ländern zur Hilfe eilen.

Die Lage bei Bordeaux spitzt sich seit Tagen zu. Nach Angaben der Behörden wurden seit Mittwoch mehr als 220.000 Menschen an der Atlantikküste in Sicherheit gebracht, darunter zahlreiche Touristinnen und Touristen. Das Feuer ist nach Behördenangaben an einigen Stellen bis auf etwa 15 Kilometer an die Stadt Bordeaux herangerückt. Das Messe- und Ausstellungszentrum Bordeaux-Lac wurde nach Angaben der Verwaltung als Notunterkunft für Evakuierte eingerichtet.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron besuchte am Abend das Einsatzkommando in Bordeaux und wandte sich dort zur Lage der Waldbrände an die Öffentlichkeit. Er würdigte die „bemerkenswerten“ Anstrengungen zum Schutz der Zivilbevölkerung. Seine Sprecherin Maud Bregeon hatte die Französinnen und Franzosen am Morgen eindringlich aufgefordert, nicht nach Gironde zu reisen, solange das Feuer nicht unter Kontrolle sei.