Am Dienstag wählen die 193 Mitgliedstaaten der UNO-Generalversammlung in New York fünf neue nicht-ständige Mitglieder des Sicherheitsrats für die Periode 2027/28, wobei Österreich, Deutschland und Portugal in der Gruppe Westeuropäischer und anderer Staaten (WEOG) um zwei Sitze konkurrieren.
Die Vorbereitungen für die österreichische Kandidatur begannen bereits 2011, unmittelbar nach dem Ende der letzten Mitgliedschaft Wiens im Sicherheitsrat. Über 15 Jahre hinweg betrieb die Alpenrepublik nach Angaben des Außenministeriums eine intensive diplomatische Kampagne, die vom Slogan „Partnership – Dialogue – Trust" getragen wurde. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) verwies dabei stets auf die österreichische Tradition der Neutralität, um sich von Mitbewerbern abzuheben, die Mitglieder der NATO sind.
Demgegenüber trat Deutschland 2019 mit dem Argument an, das bevölkerungsreichste Land der Europäischen Union zu sein und nach den Vereinigten Staaten und China die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt zu repräsentieren. Zudem ist Deutschland nach den Fakten des Beitrags der zweitgrößte finanzielle Beitragszahler der Vereinten Nationen. Portugal wiederum hatte seine Kampagne bereits 2013 gestartet und betont seine weltweite Offenheit und kulturellen Verbindungen. Alle drei Kandidaten stellten den Multilateralismus in den Mittelpunkt ihrer Bewerbung.
