Die Generalversammlung der Vereinten Nationen stimmt am Mittwoch darüber ab, ob Deutschland für die Jahre 2027 und 2028 zum siebten Mal in den UN-Sicherheitsrat einzieht.
Deutschland kandidiert in der Regionalgruppe „Westeuropa und andere“ für einen der beiden frei werdenden Sitze. Die Mitbewerber sind Österreich und Portugal. Für einen Erfolg ist eine Zweidrittelmehrheit der abstimmenden Mitgliedstaaten nötig. Da Afghanistan und Venezuela derzeit nicht stimmberechtigt sind, liegt die erforderliche Mehrheit bei 128 Stimmen.
Die Wahl gilt als offen. Anders als bei der letzten deutschen Kandidatur vor acht Jahren ist die Abstimmung diesmal kein Selbstläufer. UN-Experten rechnen mit einer Zitterpartie. Die geheime Wahl macht es unmöglich, zu überprüfen, ob Länder ihre Zusagen einhalten. Zudem gebe es bei solchen Zusagen eine Schwundquote von 10 bis 15 Prozent, sagen UN-Experten.
