Mexiko-Stadt, 05 Juni 2026

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat Forderungen aus den eigenen Reihen zurückgewiesen, die deutschen Beiträge an die Vereinten Nationen nach der verlorenen Wahl für den UN-Sicherheitsrat zu kürzen.

Deutschland war am Mittwoch in der UN-Generalversammlung bei der Wahl eines nichtständigen Mitglieds des Sicherheitsrats gescheitert. Gegenüber Österreich und Portugal zog die deutsche Bewerbung den Kürzeren. Es war bereits die siebte Niederlage in der deutschen UN-Geschichte; zuletzt gehörte Deutschland 2019 und 2020 dem mächtigsten Gremium der Weltorganisation an.

Während eines Aufenthalts in Mexiko-Stadt sagte Wadephul nach einem Treffen mit seinem mexikanischen Amtskollegen Roberto Velasco: „dass wir bei den UN genauso engagiert bleiben wie bisher“. Die Vereinten Nationen blieben „für uns die entscheidende Institution auf internationaler Ebene, die sich für Frieden, für Menschenrechte und für internationale Sicherheit einsetzt“. Zugleich betonte er: „und wir setzen weiter auf die UN als unseren Friedensrat“. Keine andere Organisation verfüge über eine vergleichbare Legitimität bei der Lösung von Krisen und Konflikten.