New York, 05 Juni 2026

Die UN-Generalversammlung hat am 3. Juni 2026 Österreich und Portugal in den UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2027 und 2028 gewählt, während Deutschland mit 104 Stimmen deutlich scheiterte und statt der benötigten 127 Stimmen einen deutlichen Rückstand hinnehmen musste.

Im Westeuropäisch-und-andere-Staaten-Block (WEOG), dem auch Deutschland angehört, waren zwei Sitze zu vergeben. Österreich zog bereits im ersten Wahlgang mit 131 Stimmen in den Sicherheitsrat ein, Portugal folgte mit einem soliden Ergebnis. Deutschland landete mit 104 Stimmen weit abgeschlagen und verfehlte die für die Wahl erforderliche Zweidrittelmehrheit von 127 Stimmen klar.

Annalena Baerbock, die frühere deutsche Außenministerin und derzeitige Präsidentin der UN-Generalversammlung, hatte die Niederlage am Mittwoch in New York bekannt gegeben. Bundesaußenminister Johann Wadephul räumte ein, dass die deutsche Nahost-Politik die eine oder andere Stimme gekostet haben könnte. In Berlin wird seither diskutiert, ob die klare Positionierung an der Seite Israels im Nahost-Konflikt mitursächlich für das schlechte Abschneiden war.