Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Oliver Blume, hat die wirtschaftliche Lage des Konzerns als „mehr als kritisch" bezeichnet und damit Spekulationen über weitreichende Sparmaßnahmen und mögliche Stellenstreichungen an deutschen Standorten verstärkt.
In einem Interview räumte Blume ein, dass die Geschäftsentwicklung von Volkswagen unter erheblichem Druck steht. Er sprach von einer Auslastung der Werke, die zum Teil nur bei 50 bis 60 Prozent liege, und einer Nachfrage, die in Europa deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibe. Die Aussage „Die Lage ist mehr als kritisch" steht im Zentrum der Debatte über die Zukunft des größten europäischen Automobilherstellers.
Hintergrund: Schwächelnde Auslastung und Wettbewerbsdruck
Die Schwierigkeiten betreffen mehrere deutsche Standorte. In Zwickau werden Vorbereitungen für eine mögliche Reduzierung der Produktion getroffen, auch in Hannover, Braunschweig, Chemnitz und im Stammwerk Wolfsburg stehen Kapazitäten auf dem Prüfstand. Hintergrund ist laut Unternehmensangaben ein anhaltender Rückgang der Aufträge sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck durch neue Wettbewerber aus China und die träge Erholung des europäischen Marktes für Elektroautos.
