Wolfsburg, 09 Juli 2026

Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat am Donnerstag in Wolfsburg über den „Zukunftsplan“ von Konzernchef Oliver Blume beraten, aber keine Beschlüsse zu den geplanten Sparmaßnahmen gefasst; gleichzeitig demonstrierten nach Gewerkschaftsangaben Tausende Beschäftigte an mehr als einem Dutzend Standorten.

Die Sitzung des VW-Aufsichtsrats begann mit deutlicher Verspätung. Eigentlich für 14.30 Uhr angesetzt, kam das Gremium nach Informationen des NDR erst gegen 16.30 Uhr zusammen. Nach mehreren Stunden Beratung hinter verschlossenen Türen gab es am Abend zunächst keine konkreten Ergebnisse. Ein Sprecher des Unternehmens kündigte an, „über die Ergebnisse der heutigen Aufsichtsratssitzung und getroffene Entscheidungen werden wir schnellstmöglich informieren“.

Zuvor hatte der Vorstand dem Kontrollgremium nach eigenen Angaben ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit zwölf Initiativen und das „Zielbild 2030“ vorgestellt. Konzernchef Oliver Blume erklärte am Donnerstagabend, man wolle den Volkswagen-Konzern „schneller, robuster und wettbewerbsfähiger“ machen – „durch weniger Komplexität, fokussierte Technologien, eine noch stärkere Ausrichtung von Produkten, Entwicklung und Produktion in den regionalen Märkten, den Abbau von Überkapazitäten, ein gestrafftes Beteiligungsportfolio und deutlich schlankere Strukturen“.