Paris, 20 Juli 2026

Der zweimalige Tour-Champion Jonas Vingegaard ist am Samstag auf der 15. Etappe der Tour de France rund 22 Kilometer vor dem Ziel in einem Kreisverkehr gestürzt und wegen eines gebrochenen Schlüsselbeins aus dem Rennen ausgestiegen, während Spitzenfahrer die nächtlichen Doping-Kontrollen scharf kritisierten.

Der Sturz im Kreisverkehr

Die 15. Etappe der Tour de France zählte zu den schwersten Bergetappen der diesjährigen Rundfahrt. Rund 22 Kilometer vor dem Ziel ereignete sich der Vorfall, der das Gesamtklassement grundlegend veränderte: Jonas Vingegaard, vor dem Tag Gesamtzweiter, kam in einem Kreisverkehr zu Fall und musste das Rennen infolge der Verletzungen aufgeben.

Der 29 Jahre alte dänische Radstar erlitt bei dem Sturz ein gebrochenes Schlüsselbein. Im Gespräch mit dem dänischen Sender TV2 schilderte Vingegaard die Ursache des Sturzes nüchtern: „Vielleicht sind wir etwas zu schnell in diesen Kreisverkehr gefahren, und dann ist mir einfach das Vorderrad weggerutscht. Da kann man nichts machen.“

Vingegaard reagierte auf sein vorzeitiges Aus gelassen, wenngleich enttäuscht. „Natürlich ist es sehr enttäuschend für uns, dass die Tour auf diese Weise endet. Aber so ist der Radsport nun mal“, sagte er. Gegenüber TV2 fügte er hinzu: „Es bringt nichts, den Kopf hängenzulassen. Das macht alles nur noch schlimmer.“ Zugleich räumte er ein, dass eine bestimmte Rahmenbedingung seine Leistungsfähigkeit möglicherweise beeinträchtigt habe.