Paris, 19 Juli 2026

Nach einer harten Bergetappe in den Vogesen sind der Gesamtführende Tadej Pogacar und sein Verfolger Jonas Vingegaard in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu unangekündigten Doping-Kontrollen aus dem Schlaf gerissen worden, was bei den Teams für Unmut sorgt.

Was geschah in der Nacht

Die Kontrollen fanden nach Angaben der Zeitung Le Parisien um zwei Uhr und um fünf Uhr morgens statt. Pogacar gab an, um fünf Uhr morgens getestet worden zu sein, Vingegaard sprach von einer Kontrolle um zwei Uhr nachts. Nach der harten Bergetappe in den Vogesen sind die Radsport-Stars Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard aus dem Schlaf gerissen worden. "Ich habe gut geschlafen, aber dann hat jemand um zwei Uhr nachts an meiner Tür geklingelt. Das war eine große Überraschung für mich", sagte der Däne. Es habe 40 Minuten gedauert, ehe er wieder im Bett war.

Pogacar zeigte sich ebenfalls überrascht vom Zeitpunkt der Kontrolle. "Es war definitiv nicht schön, mitten aus meinen süßen Träumen herausgerissen zu werden", sagte der Slowene bei Eurosport vor der 15. Etappe. "Ich gehe immer spät schlafen, aber es war trotzdem ein großer Schock." Er sei um fünf Uhr morgens kontrolliert worden. "Ich habe vier Stunden Schlaf bekommen."

Beide Fahrer äußerten Verständnis für die Notwendigkeit von Kontrollen, kritisierten aber deren Zeitpunkt. "Es ist gut, dass sie testen, aber wenn es die Leistung beeinflusst und deinen Schlaf, dann denke ich nicht, dass es so gut ist. Hoffentlich bin ich am Ende nicht der Einzige, denn am Ende sollte es für jeden gleich sein. Es ist nicht so schön um zwei Uhr", sagte Vingegaard. Pogacar ergänzte: "Mir tut es auch leid für die Leute, die uns kontrollieren müssen, weil ich mir vorstellen kann, dass einige Fahrer aufgebracht und wütend werden. Aber es ist nicht deren Schuld."