Das US-Militär hat in der Nacht zum Mittwoch nach eigenen Angaben erneut iranische Militäreinrichtungen angegriffen, während US-Präsident Donald Trump zuvor mit einer Ausweitung der Angriffe gedroht hatte.
Das US-Zentralkommando (Centcom) teilte über die Plattform X mit, dass neue Angriffe auf militärische Ziele im Iran stattgefunden hätten. Konkrete Angriffsziele wurden dabei nicht genannt. Die Mitteilung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem die USA bereits die elfte Nacht in Folge Stellungen in der Islamischen Republik angegriffen haben.
Bereits am Vortag hatte Trump während eines Treffens mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus mit weiteren Angriffen gedroht. Trump erklärte, das US-Militär werde jede Einrichtung ins Visier nehmen, die die Führung in Teheran für nukleare Zwecke nutzen wolle. Er sagte wörtlich auf Deutsch: "Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht."
Trumps Drohung an Teheran
Trump benannte in seiner Drohung konkret ein Gebiet um eine als "Pickaxe Mountain" bekannte Anlage. Diese Anlage liegt am Berg Kuh-e Kolang, südlich der Nuklearanlage Natans in Zentraliran. Trump hatte diese Anlage bereits zuvor als mögliches Angriffsziel ins Spiel gebracht.
Als erklärtes Ziel der Angriffe nannte das US-Militär, die Fähigkeit des Iran zur Bedrohung von Handelsschiffen in der Straße von Hormus weiter zu schwächen. Die Meerenge gilt als eine der wichtigsten Routen für den globalen Ölhandel. Eine Beeinträchtigung der Schifffahrt dort hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Energieversorgung und die Weltwirtschaft.
