Die US-Regierung erstattet nach einem Urteil des Supreme Court insgesamt rund 81,3 Milliarden US-Dollar an Zollgebühren zurück, wovon allein zwischen Mai und Juni etwa 70 Milliarden Dollar ausgezahlt wurden.

Von Oktober 2025 bis Ende Juni flossen nach Angaben des Finanzministeriums rund 81,3 Milliarden US-Dollar (knapp 72,9 Milliarden Euro) an Unternehmen und Importeure zurück, wie aus Daten des Finanzministeriums hervorgeht. Wie ein Sprecher des Ministeriums bestätigte, ist die überwiegende Mehrheit dieser Erstattungen auf ein Urteil des Obersten Gerichts aus dem Februar zurückzuführen. Im Vergleichszeitraum des vorigen Jahres lag die Summe noch bei knapp 5,3 Milliarden Dollar.

Urteil des Supreme Court als Auslöser

Im Februar entschied der Supreme Court jedoch, dass der Präsident mit einem Großteil der von ihm verhängten Aufschläge seine Zuständigkeiten überschritten hatte. Nachdem das Oberste Gericht der USA Mitte Februar Zölle auf Basis eines Notstandsgesetzes für rechtswidrig erklärt hatte, beantragten viele Unternehmen die Rückzahlung der gezahlten Gebühren. Der Supreme Court befand, dass US-Präsident Trump seine Befugnisse überschritten hatte, als er umfangreiche Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängte.