Washington, 03 Juni 2026

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat am Montag ihre Pläne für einen rund 1,8 Milliarden Dollar schweren Entschädigungsfonds des Justizministeriums fallengelassen, nachdem das Vorhaben parteiübergreifend auf scharfe Kritik gestoßen war.

Hintergrund des Vergleichs

Das Justizministerium verkündete die Kehrtwende über die Plattform X und erklärte zugleich, es werde eine Gerichtsentscheidung aus Virginia respektieren, die den Fonds zuvor vorläufig gestoppt hatte. Ein Bundesrichter in Alexandria hatte am Freitag eine einstweilige Verfügung erlassen, um zu verhindern, dass Geld unwiderruflich aus dem Fonds fließt, bevor der Fall abschließend geklärt ist. Eine Anhörung war für den 12. Juni angesetzt worden.

Der amtierende Justizminister Todd Blanche sagte vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses, das Ressort werde den Fonds nicht weiterverfolgen. Wörtlich erklärte er: „Wir werden den Fonds nicht weiterverfolgen." Das Weiße Haus verwies Anfragen auf die Erklärung des Justizministeriums, die auf X veröffentlicht wurde. Trump selbst äußerte sich am Montagabend zunächst nicht öffentlich zu dem Schritt.