Das Robert-Koch-Institut hat in Berlin ein außergewöhnlich hohes Sturzrisiko für hochbetagte Menschen beschrieben, das nach den verfügbaren Angaben auch durch mehrere Begleiterkrankungen und körperliche Einschränkungen steigt.

Das Robert-Koch-Institut befasste sich in einer Auswertung mit den Faktoren, die das Sturzrisiko hochbetagter Menschen erhöhen können. Im Mittelpunkt stand dabei, wie sich mehrere Risiken gegenseitig verstärken und welche Rolle körperliche, seelische und kognitive Beeinträchtigungen spielen.

Die verfügbaren Angaben nennen Adipositas als einen bedeutsamen Risikofaktor. Menschen mit Adipositas tragen demnach ein 2,29-fach erhöhtes Risiko, zu stürzen. Damit gehört Übergewicht zu den größten der genannten Faktoren.

Adipositas und depressive Verstimmungen

Auch depressive Verstimmungen gingen mit einer erhöhten Gefahr einher. Für Menschen mit Depressionen wurde das Sturzrisiko als 2,17-fach erhöht eingestuft. Die Auswertung verdeutlicht damit, dass seelische Belastungen nicht nur das Wohlbefinden betreffen, sondern auch die körperliche Stabilität beeinflussen können.