Angesichts einer Hitzewelle mit Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius in mehreren westeuropäischen Ländern hat die Ärztin und Hochschulprofessorin Claudia Traidl-Hoffmann vor den gesundheitlichen Folgen der extremen Hitze gewarnt und konkrete Schutzmaßnahmen empfohlen.

Wie der Körper auf Hitze reagiert

Bereits ab einer Außentemperatur von 23 Grad Celsius beginne der Körper mit Ausgleichsmechanismen, erklärte Traidl-Hoffmann. "Ab 23 Grad Außentemperatur beginnt der Körper mit Ausgleichsmechanismen", erklärt die Medizinerin. Wenn die Hitze jedoch über mehrere Tage oder Nächte anhalte, gerate dieser Mechanismus zunehmend unter Druck – insbesondere dann, wenn die Nächte nicht mehr zur Erholung beitrügen.

Die Folgen können schwerwiegend sein: "Funktionieren diese Mechanismen nicht gut oder versagen ganz, können die Folgen von Herz-Kreislauferkrankungen über Schlaganfälle bis hin zu Multiorganversagen reichen." Bei sehr hohen Körpertemperaturen drohe Lebensgefahr. "Steigt unsere Körpertemperatur zu stark an, beschleunigen sich Stoffwechselprozess zunächst immer weiter – bis der Körper die Kontrolle verliert – auf allen Ebenen vom Immunsystem bis zum Nervensystem. Ab etwa 42 Grad drohen schwere Zellschäden, Multiorganversagen und ohne sofortige Behandlung der Tod", sagt Traidl-Hoffmann.