Der österreichische Gesetzesentwurf zur Einführung einer Paketabgabe von 2 Euro pro Sendung für große Onlinehändler ist seit Montag in Begutachtung und sorgt für heftige Kritik von Wirtschaft und Opposition.
Finanzielle Auswirkungen und Geltungsbereich
Die geplante Abgabe soll dem Bund und den Ländern jährlich rund 280 Millionen Euro einbringen, wie das Finanzministerium berechnet hat. Betroffen sind ausschließlich Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr, die Pakete an Endverbraucher versenden. B2B-Onlineshops bleiben außen vor.
Ab Ende September sollen für inländische Zustellungen 2 Euro pro Sendung fällig werden. Ursprünglich war geplant, nur Sendungen aus Drittstaaten zu besteuern, doch dies ließ sich rechtlich nicht umsetzen, wie "Zeit im Bild" und "Der Standard" berichten. Neben internationalen Plattformen wie Temu oder Shein sind auch heimische Versandhändler wie die Otto Austria Group oder Electronic4you betroffen.
