Ab Ende September führt Österreich eine Paketsteuer von 2 Euro pro Online-Bestellung ein, um die geplante Mehrwertsteuersenkung bei Lebensmitteln zu finanzieren.
Die neue Abgabe betrifft große Online-Plattformen mit einem Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro, darunter Amazon, Temu, Shein und eBay. Auch österreichische Händler, die über diese Plattformen verkaufen, müssen die Steuer zahlen.
Der Österreichische Rat der Einkaufsstätten (ACSP), der 200 Mitglieder und 80-85% der Shoppingcenter-Betreiber vertritt, unterstützt die Paketsteuer. Geschäftsführer Roman Schwarzenecker sieht darin einen Schritt zu mehr Chancengleichheit für den stationären Handel.
Peter Schaider, Betreiber der Shoppingcenter Auhofcenter und Riverside, hält die Steuer sogar für zu niedrig: '4 Euro wären angemessener gewesen', so seine Einschätzung.
Buchhändler sind von der Steuer nicht direkt betroffen, wie Walter Weber vom Fachverband Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer erklärt. Adrian Juriatti, stellvertretender Obmann des Fachverbands Papier- und Spielwarenhandel, begrüßt die Maßnahme grundsätzlich als Unterstützung für den stationären Handel.
