Die am Mittwoch im Nationalrat beschlossene Paketsteuer auf Online-Bestellungen tritt am 1. Oktober in Kraft und dürfte beim Endkunden deutlich teurer zu Buche schlagen als ursprünglich kommuniziert.

Hintergrund: Was die Paketsteuer vorsieht

Die österreichische Bundesregierung hatte bisher stets betont, die neue Paketsteuer betrage zwei Euro. Wie das Finanzministerium auf Anfrage der Tageszeitung KURIER bestätigte, liegt die Nettoabgabe zwar bei zwei Euro pro Paket – durch die zusätzliche Belastung mit der 20-prozentigen Umsatzsteuer erhöht sich der Betrag für Händler jedoch auf 2,40 Euro brutto. „Das Finanzministerium bestätigt auf KURIER-Anfrage einen entsprechenden Bericht der Kronen Zeitung mit Verweis auf das Umsatzsteuergesetz“, heißt es dazu aus dem Ministerium.

Geben Online-Händler diese Belastung an ihre Kundinnen und Kunden weiter, zahlen Verbraucherinnen und Verbraucher künftig 2,40 Euro pro Paket – 40 Cent mehr als bisher angenommen. „Heißt: Der Kunde zahlt nicht 2 Euro, sondern 2,40 Euro“, bringt es das Finanzministerium auf den Punkt. „Gibt der Händler die Abgabe an die Kunden weiter, fallen zusätzlich auf die 2 Euro 20 Prozent Umsatzsteuer an.“ Damit ist die Paketsteuer für die Endkundschaft faktisch deutlich höher als ursprünglich kommuniziert.