Berlin, 05 Juli 2026
Die ukrainische Armee hat die russische Darstellung zurückgewiesen, die ostukrainische Festungsstadt Kostjantyniwka sei vollständig unter russische Kontrolle geraten, während die US-Denkfabrik ISW ebenfalls keine Belege für eine Einnahme der Stadt sieht.
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau hatte am Freitag erklärt, dass Generalstabschef Waleri Gerassimow Präsident Wladimir Putin über die Einnahme von Kostjantyniwka informiert habe. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass: „Die Stadt steht nun vollständig unter unserer Kontrolle." Die ukrainische Seite wies diese Darstellung umgehend zurück. Ein Vertreter des ukrainischen Generalstabs erklärte am Samstag: „Wir weisen dies zurück. Das sind weitere Falschmeldungen."
Russische und ukrainische Darstellung klaffen auseinander
Die US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) teilte mit, es gebe keine Nachweise für die russischen Vorstöße. Die in der Stadt präsenten russischen Kräfte bestünden demnach vor allem aus kleinen Sturmgruppen, die zwischen ukrainischen Stellungen operierten. In einem Lagebericht hieß es, Putin habe die Bekanntgabe möglicherweise inszeniert, um wieder Erfolge zu vermelden. Beobachter sehen dadurch steigenden Druck auf die Führung des Landes.
