Einen Monat nach Beginn der substanziellen EU-Beitrittsverhandlungen hat die Ukraine bei einer Beitrittskonferenz in Brüssel einen weiteren Verhandlungsblock zu Außenpolitik, Sicherheit und Verteidigung eröffnet.
Die Ukraine treibt ihre Annäherung an die Europäische Union weiter voran. Wie die EU-Kommission mitteilte, wurde bei einer Konferenz in Brüssel ein neuer Verhandlungsblock – ein sogenannter Cluster – zu den Bereichen Außenpolitik, Sicherheit und Verteidigung aufgenommen. Damit kommen die Gespräche, die erst vor etwa einem Monat auf die substanzielle Phase umgeschaltet wurden, auf einer weiteren wichtigen Säule in Gang.
„Super-Dienstag" mit vier Beitrittskonferenzen
EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos sprach vor Journalistinnen und Journalisten in Brüssel von einem „Super-Dienstag“. Im Laufe des Tages sollten auch Fortschritte bei den parallel laufenden Beitrittsverhandlungen mit Moldau, Montenegro und Albanien erzielt werden. Kos verwies darauf, dass es zuletzt im Jahr 2002, vor der großen EU-Erweiterung von 2004, vier EU-Beitrittskonferenzen an einem einzigen Tag gegeben habe.
Der EU-Besitzstand, an den die Ukraine schrittweise angeglichen werden soll, umfasst nach Angaben der Kommission 35 sogenannte Kapitel, die wiederum sechs Clustern zugeordnet sind. Mit der Eröffnung des Clusters zu Außenpolitik, Sicherheit und Verteidigung wächst die Zahl der aktiven Verhandlungsstränge. Die ukrainische Regierung hat nach eigener Darstellung das Ziel, alle notwendigen Anpassungen an EU-Recht bis Ende 2027 abzuschließen.
