Die EU-Außenminister haben in Luxemburg mit der Ukraine und Moldau erstmals das Verhandlungscluster zu Grundrechten eröffnet; Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger verlangte eine Beschleunigung des Beitrittsprozesses und warb für das 21. Sanktionspaket gegen Russland.

Beim Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg ist am Montag ein neues Kapitel der Beitrittsgespräche mit Kiew und Chișinău aufgeschlagen worden. Erstmals wurde der Verhandlungsblock "Cluster Fundamentals" eröffnet, der fünf Kapitel umfasst: Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte, Justiz, Freiheit und Sicherheit, öffentliches Beschaffungswesen, Statistik sowie Finanzkontrolle. EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos sprach von einem "Mega-Montag für den Erweiterungsprozess".

"Die Eröffnung des ersten Clusters ist der größte Fortschritt für die Ukraine und Moldau, seit sie 2023 den offiziellen EU-Kandidatenstatus erhalten haben", sagte Kos. Sie erwartet, dass bereits im Juli alle noch ausstehenden fünf Cluster geöffnet werden. Der Verhandlungsrahmen umfasst insgesamt 33 Kapitel, die in mehrere thematische Cluster gruppiert sind. Neben den Grundrechten zählen der Binnenmarkt, Wettbewerbsfähigkeit, grüne Agenda und Nachhaltigkeit, Landwirtschaft und Kohäsion sowie die Außenbeziehungen dazu.