Die Trump-Regierung hat am Montag beim Supreme Court einen Eilantrag eingereicht, um eine Exekutivanordnung von US-Präsident Donald Trump zur Briefwahl vor den Kongresswahlen am 3. November durchsetzen zu können.

Hintergrund der Klage

Das US-Justizministerium beantragte, die Maßnahmen vorläufig in Kraft zu setzen, nachdem untere Gerichte die Anordnung blockiert hatten. Der Antrag zielt darauf, die Entscheidungen der Vorinstanzen in rund der Hälfte des Landes auszusetzen. Er ist Teil einer Reihe wahlrechtlicher Auseinandersetzungen, die vor den wichtigen Zwischenwahlen auf das höchste US-Gericht zukommen dürften.

Präsident Trump hatte im März verfügt, dass die amerikanischen Behörden eine Liste der wahlberechtigten Bürger in jedem Bundesstaat erstellen. Auf dieser Grundlage sollen Briefwahlunterlagen künftig nur noch an Personen verschickt werden, die in dieser Liste geführt werden. Trump begründete den Schritt mit dem Ziel, Wahlen fairer zu gestalten und die Stimmabgabe durch Nicht-US-Bürger zu verhindern.