Ein US-Bundesberufungsgericht in Boston hat am Samstag mit einer 2:1-Entscheidung die Umsetzung von Donald Trumps Erlass zur Verschärfung der Briefwahlregeln in 23 US-Staaten vorläufig gestoppt.
Hintergrund des Erlasses
Die Richter lehnten einen Antrag der US-Regierung ab, eine bereits bestehende einstweilige Verfügung gegen die Anordnung aufzuheben. Damit bleibt der Erlass vorerst außer Kraft, bis das Gericht endgültig über dessen Rechtmäßigkeit entschieden hat. Die Entscheidung fiel mit klarer Mehrheit: Zwei Richterinnen und Richter stimmten für die Aufrechterhaltung der Blockade, eine Richterin oder ein Richter votierte dagegen.
Trumps Erlass war im März 2025 unterzeichnet worden und zielte darauf ab, das Heimatschutzministerium mit der Erstellung von Listen wahlberechtigter US-Bürger zu beauftragen. Zudem sollte der US-Postal-Service künftig Briefwahlstimmen nur noch an Wählerinnen und Wähler ausliefern, die auf staatlich genehmigten Listen auftauchen. Die Anordnung greift damit tief in ein Wahlsystem ein, das in den USA traditionell von den einzelnen Bundesstaaten und lokalen Behörden verwaltet wird.
