Donald Trump hat angekündigt, die Straße von Hormuz unter US-Kontrolle bringen zu wollen und im Gegenzug Schutzgeld vom Iran zu verlangen.
Die Drohung, eine der wichtigsten Seestraßen der Welt unter amerikanische Kontrolle zu bringen, markiert eine weitere Eskalation im ohnehin angespannten Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Trump sprach davon, dass die USA die Verantwortung für die Sicherung der Meeresenge übernehmen würden, falls Teheran nicht bereit sei, finanziell für den Schutz der Schifffahrtsroute zu zahlen. Wörtlich kündigte er an, die Straße von Hormuz "übernehmen" zu wollen.
Die Straße von Hormuz ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer und ist der zentrale Transportweg für einen Großteil des globalen Ölhandels. Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls passiert diese Meerenge. Eine Unterbrechung oder Verunsicherung des Schiffsverkehrs hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Energiepreise und die Weltwirtschaft.
Warum die Meerenge so wichtig ist
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Nahen Osten. In den vergangenen Monaten hatten sich die Konflikte zwischen den USA und dem Iran, aber auch mit regionalen Verbündeten, zugespitzt. Die US-Seite wirft der iranischen Führung vor, die Stabilität der Seestraße durch angebliche Unterstützung bewaffneter Gruppen zu gefährden.
